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Zitate
(Bezug:Rudolf Steiner in der : Gesamtausgabe zu Tierkreis und Planeten):GA110
: 1.)Die Tierkreiszeichen sind Repräsentanten von realen : Geistwesen auf der Hierarchieebene der Cherubim. : 2.)Die Planeten spiegeln reale Geistwesen auf der Ebene : der Elohim. : 3.)Das Radix spiegelt das Energiemuster und die Wechsel-beziehungen : der geistigen Welt wieder.
Horst Wolfram Geissler:"Der ewige Tempel." Geissler zitiert auf S.204 im Kontext mich überzeugender Ausführungen als Focus: Lichtenberg:"Ein Meisterstück der Schöpfung ist der Mensch auch schon deswegen, weil er bei allem Determinismus glaubte, er agiere als freies Wesen." und Malebranches:"La Liberté est un mystère".
aus:Michael Harding/Charles Harvey:Die Feinanalyse des Horoskops Astrodata 1992
S.10 ff..."Einer der häufigsten Irrtümer in der astrologischen Literatur ,...ist die Behauptung, das Geburtshoroskop sei eine exakte Momentaufnahme der Planeten, wie sie in einem bestimmten Augenblick an einem bestimmten Ort der Erde am Himmel zu sehen waren. DIES TRIFFT NICHT ZU! Das Geburtshoroskop ist ein nicht ganz gelungener Versuch, eine Reihe äusserst komplizierter geometrischer Beziehungen in einem einfachen Diagramm darzustellen. Die Methode dazu, die die Mehrheit der planetarischen Beziehungen unterschlägt und einige wenige vereinfachend darstellt, ist die erste aller Techniken:der Tierkreis. Doch wenn wir einen Kreis zeichnen und die Planeten in ihm verteilen, entscheiden wir uns schon,die Beziehung der Planeten auf nur eine von mehreren möglichen Weisen zu messen, und indem wir dies tun,verzerren wir zwangsläufig das Abbild ihrer Beziehungen. Das ist keine Spitzfindigkeit...über abstruse astronomische Fakten, sondern die Illustration eines Grundproblems der Astrologie. Die Anordnung unserer Informationen und die Entscheidung für die eine oder andere Methode bestimmt, was wir entdecken können. Mit anderen Worten bekommen wir nur das, was wir sehen..."
zu finden in Dahlke/Klein "Das senkrechte Weltbild". Hier steht auf S.73:
"Wie weit wir uns vom Wesen dieses Urprinzips (Mond; Anm. d.A.) entfernt haben, sehen wir in der Sprache: Wir sagen >der Mond< und >die Sonne< und haben damit gerade die Polarität vertauscht und uns den Zugang verstellt. Der Mond ist das Urweibliche und ist in fast allen Sprachen folglich auch weiblichen Geschlechts. Konsequenterweise gibt es in allen Kulturen nur Mondgöttinnen und Sonnegötter. Wir hingegen sprechen vom >Mann im Mond< und haben den Mond-tag zum unattraktivsten Tag der Woche gemacht, während wir die Sonne, das männliche Prinzip, am Sonntag feiern. Diese Ungleichgewicht zeigt sich auch deutlich im Verhältnis von Verstand und Instinkt. Der sonnenklare Verstand hat den Instinkt unserer naturverbundenen Vorfahren weitgehend ersetzt. In den frühen Mondreligionen der sogenannten primitiven lebte der magische, dem Analogiedenken verhaftete Mensch, der aus der Natur wie aus einem Bilderbuch las. Mit der Machtübernahme der Sonnengötter drängte sich dann der homo faber, der Macher, in den Vordergrund und ersetzte Instinkt und Gefühl durch Verstand und Macht."
aus: Dane Rudhyar / Leyla Rael-Rudhyar: Der Sonne / Mond - Zyklus, Edition Astrodata 1988
S.125:...Der Neumond vor der Geburt
...Da jeder astrologische Zyklus den Stempel trägt, der seinen Ausgangspunkt charakterisiert, wird der Neumond, der unserer Geburt vorausgeht, unweigerlich der Schlüssel zum grundlegenden Charakter unserer tiefsten Vitalität. Beim Studium dieses Neumondes vor der Geburt muß als erstes untersucht werden, ob er in dem Zeichen liegt, in dem die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt stand. Wenn sowohl der Neumond vor der Geburt als auch die Geburtssonne im gleichen Zeichen stehen, dann durchdringt die Qualität dieses Zeichens tief die ganze Natur dieses Menschen ; doch wenn "Geburtssonne" und "Neumond vor der Geburt" in zwei verschiedenen Zeichen stehen, sollte in der Persönlichkeit ein tiefer Dualismus mehr oder weniger stark zum Ausdruck kommen.." ..." .."..sollten wir erkennen, daß zwei aufeinanderfolgende Tierkreiszeichen entgegengesetzte Polaritäten besitzen!
..S.126.. Wenn sich Zeichen und Häuser des Neumondes und der Geburtssonne unterscheiden, wird dieser psychosomatische Dualismus verstärkt... ...S.127..Ein genaues Studium des Neumondes vor der Geburt setzt voraus, daß man ein Horoskop für den Augenblick dieses Neumondes aufstellt. Dabei wird der Neumond auf den AC des Horoskops und die Planeten werden in gleichgroße Häuser (30°) angeordnet. Ein solches Horoskop bezieht sich insoweit nicht auf reale Ereignisse, als der noch embryonale Organismus betroffen ist; doch es hilft uns, das Potential der vitalen Energie zu analysieren, die im Augenblick dieses Neumondes freigesetzt wurde. Dieses Potential fließt danach durch den ganzen Mondzyklus; und wenn ein Mensch in diesem Zyklus geboren wird, ist er tief in seiner vitalen Natur durch den Charakter der Freigabe bei Neumond konditioniert..."
...S.128.."Wenn der Neumond vor der Geburt sehr nahe an einem Planeten im Geburtshoroskop steht, dann kann dieser Planet als Kanal der Bestimmung für die Lebensenergien gesehen werden, die durch die Persönlichkeit des Betreffenden freigesetzt werden..."
..S.130.."Das Horoskop für den Neumond vor der Geburt bezieht sich genau wie alle konversen Progressionwen und Vorgeburtshoroskope auf die Konditionierung unserer Natur;also auf jenen Bereich unserer Persönlichkeit,der unter dem Zwang der Vergangenheit steht und der uns häufig zwingt,uns entsprechend alter Muster oder Traditionen zu verhalten. Doch das Geburtshoroskop, das für den genauen Augenblick des ersten Atemzuges aufgestellt wird, symbolisiert unser Potential, freie, transformierende, schöpferische Entscheidungen zu treffen...h.Gr.V.
Beschreibung der Dynamiken und Temperamente
zusammengestellt von Bruno Mahl "geprüfter Astrologe DAV"
Die Dynamik
Die Äußerungsform der Dynamik beschreibt Bewegungsabläufe und Formen der Gestaltungsweise wie: Vorwärtsbewegung (Kardinal), Kreislauf (Fix) und Pendelbewegung (Labil bzw. variabel oder auch beweglich genannt). Jeder Dynamik sind vier Tierkreiszeichen zugeordnet.
Kardinal: ( Widder; Krebs; Waage; Steinbock ) Wie wird etwas in Bewegung gebracht. (In-Gang-Setzen von Prozessen; = Idee und Maßstab)
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Fix: ( Stier; Löwe; Skorpion; Wassermann ) Wie bleibt etwas erhalten, geregelt und hat Bestand. (die Aufrechterhaltung bestehender Prozesse; = Realität und Einhaltung)
Labil: ( Zwilling; Jungfrau; Schütze; Fische ) Was treibt uns hin und her mit veränderlichen Ansichtspunkten. (die bewegliche Anpassung zu den bestehenden Prozessen; = Umsetzung und Verwertung)
Die Temperamente
Bezeichnen Zustandsformen der Verarbeitung von Reizen aus der Umgebung und der Reaktion auf solche Reize. Die vier Reaktionsartungen (Temperamente) werden als die Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser bezeichnet! Jedem Element sind drei der zwölf Tierkreiszeichen zugeordnet, die als Feuer-, Erde-, Luft- und Wasserzeichen benannt werden.
Feuer: Widder, Löwe, Schütze
Cholerisches Temperament (rasche Schwere von Gefühlen = schnelle und starke Reaktionen; rascher Ausdruck; gespannt, gebunden = Äußerungswucht) aktive Elemente.
Die Grundhaltung der Feuerzeichen, die den harten und ungleichmäßigen Lebensanforderungen entgegenstehen, sofern diese schnell zu bewältigen sind, ist sehr Realbezogen. Ihre seelische Haltung ist stets auf sofortige Erledigung und rasche Abwicklung von Tätigkeiten eingestellt, welche zum Ausgleich der Willensspannungen führt. Die Feuerzeichen haben ein großes Bedürfnis nach freiem Umraum, sind sehr Begeisterungsfähig, leicht erregbar, vertreten ihre Ansprüche mit Nachdruck und sind souverän in ihren Behauptungen. In der Lebensbejahung liegt ihre Stärke, da nichts lange vorweggeschoben wird und Arbeitsziele im impulsiven und tatkräftigen Einsatz bemeistert werden. Ehren, Würden und Anerkennungen sind oft die Forderungen die die Feuerzeichen zufriedenstellen. Die Schwächen zeigen bei betonten Feuerzeichen oft eine starke Konflicktfreudigkeit, Aggressivität, Herrschsucht, Lebensdramatisierung und übertriebene Leidenschaften in bestimmten Lebensbereichen!
Der Widder betont die Wirkungsweise mit mehr Idealismus und ist sehr Willensstark ausgerichtet! (Produktiv und Realitätsbezogen)
Der Löwe betont die Wirkungsweise mit mehr Autorität und seine "ICH - DU" Bezüge liegen in Spannung zwischen Leidenschaft und Güte! (Lebens - Künstler und Schöpferkraft)
Der Schütze betont die Wirkungsweise mit mehr Güte als Leidenschaft und ist mehr auf das "DU" ausgerichtet! (Glaubensfreude und Expansionskraft)
Erde: Stier, Jungfrau, Steinbock
Melancholisches Temperament (nachhaltige Schwere von Gefühlen = langsame und starke Reaktionen; nachhaltige Anstauung, gespannt, gebunden = Gegenstandshaftung) passive Elemente.
Die Grundhaltung der Erdzeichen ist mehr Tatsachengebunden, sowohl der des leiblichen Zustandes, als auch der materiellen Lebensführung. Von wohlüberlegten Sachlichkeiten, die meist zur übertriebenen Exaktheit neigen, die zwar den Lebensfluß verzögern aber dafür Ausdauer und Beständigkeit hervorrufen, lassen die orientieren Erdzeichen von einem einmal gefaßten Entschluß sich schwer wieder abbringen. Die seelische Grundhaltung der Erdzeichen ist betont von Sinnlich-Anschaulichen, was mit begreifen, verstehen, befühlen oder anfassen zu tun hat (konkrete sinnliche Realität) ! Die Stärke liegt in der konsequenten Verwirklichung eines durchdachten Vorhabens oder Plans. Dabei können die Durchführungen sehr langsam oder schleppend sich verhalten, was aber letztendlich im Resultat den Ansprüchen und Vorstellungen entspricht. Das Abwägen zwischen Verlauf, Nutzung und Ertrag, Risiko und Befürchtungen sind Tendenzen der realen Lebensweisen von betonten Erdzeichen. Die Schwächen sind bei gespannten Verhältnissen, stockender Kreislauf, allgemeine Stauungen, träger Blutfluß, Kältegefühle, schnelle Ermüdung, nervöse Reizungen und bei Erkrankungen zeigen diese meist einen chronischen Verlauf bzw. man schleppt diese länger mit sich herum.
Der Stier betont die Wirkungsweise mehr in Bodenbeständigkeit, Selbsterhaltung und Materialismus! (Lebensreal und Gestaltungskraft)
Die Jungfrau betont die Wirkungsweise mehr in der Verpflichtbar-, Zweckgebunden-, Nutzbar- und Wirtschaftlichkeit! (Rationell und Organisierungskraft)
Der Steinbock betont die Wirkungsweise mehr mit Begrenzung, Verpflichtung und Gestaltung! (Sicherheitsbewußt und Vorstellungskraft)
Luft: Zwilling, Waage, Wassermann
Sanguinisches Temperament (rasche Leichtheit von Gefühlen = schnell und schwache Reaktionen; rascher Ausdruck, gelockert, gelöst = Ausdrucksleichtigkeit) aktive Elemente
Die Grundhaltung der Luftzeichen liegt in ihrer Unbekümmertheit und in der Überhastung von Planungen. Häufig ist auch eine zu geringe Berücksichtigung der vegetativen Bedürfnisse bei nervenmäßig überforderter Vitalität gegeben. Aus einer Übererregung kann sehr schnell ein Ermüdungszustand erfolgen. Die seelische Haltung der Luftzeichen ist sehr austauschhungrig, von einem Thema zum anderen springen, ebensowohl auf andere einwirkend als auch deren Sympathie bedürftig. In den Verarbeitungsprozessen verhalten sie sich geistig-intellektuell, sind kameradschaftlich und empfänglich für Bindungen und besitzen einen Sinn für geistreiche Ironie. Mitunter schlendert man durchs Leben um Zerstreuung zu suchen, dabei unter Umständen Intrigen entfachen oder sonstige Abstraktionen, um das Dasein interessanter zu gestalten. Irgend etwas bohrt immer in einer gewissen Weise. Die bewegliche Wunschkraft, Bildungsinteressen und ein leichtes Erfassen der Situationen sind Stärken der Luftzeichen. Bei leidiger Erkrankungen kann manchmal eine Reformierung der ganzen Lebensweise erfolgen. Die Schwächen liegen in rascher Uninteressiertheit, sobald eine Kommunikation oder Anschauung stagniert, nichts Neues in der Umgebung tut oder geistig-intellektuell kein Austausch stattfindet.
Der Zwilling betont die Wirkungsweise mehr mit Intellektuallität, Rationalität und Ausdrucksleichtigkeit! (Kommunikationsfreudig und Schwungkraft)
Die Waage betont die Wirkungsweise mehr mit Ausgeglichenheit, Harmonie und Gerechtigkeit! (Gefühlsstark und Gleichgewichtskraft)
Der Wassermann betont die Wirkungsweise mehr mit Erkenntnisdrang, Unabhängigkeit und Konstruktivität! (Kameradschaftlich und Vorstellungskraft)
Wasser: Krebs, Skorpion, Fische
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Phlegmatisches Temperament (nachhaltige Leichtheit von Gefühlen = langsame und schwache Reaktionen; nachhaltige Anstauung, gelockert, gelöst = Vorstellungsfluß) passive Elemente.
Die Grundhaltung der Wasserelemente besteht im Vorstellungsfluß, der im unregelmäßigen Gleichlauf, in Abhängigkeit betreffender Lebensprozesse, eine Wechselwirkung der Gefühls- und Stimmungslage hervorruft. Die Tendenz zur körperlichen Bewegung ist oft bequem, aber aus der Reserve gelockt doch anregsam durch ermunternde Eindrücke und Zuspruch. Dieses Element ist sehr einfühlsam, sensitiv und sehr empfänglich im seelischen Bereich, aber in der Haltung stets abhängig von den Umgebungseinflüssen und entgegengebrachter Sympathie. Ungünstige Störungen bringen die Wasserelemente leicht aus der Fassung und bei nicht verkraftbaren Einwirkungen kann sich die Stimmungslage bis zur sentimentalen Ausdrucks- und Verhaltensweise verfärben. Diese Elemente brauchen ständig eine gewisse Anregung und Begeisterung für eine Sache, da sie sonst leicht in einen Genuß oder in eine Bequemlichkeit versinken. Wird der Lebensfluß zum erliegen gebracht, so kann dies nachhaltige Anstauungsprobleme sowohl in psychischer und physischer Weise hervorrufen. Die Empfänglichkeit für Krankheiten und Gemütsdepressionen sind dann die Endresultate. Im Gesundheitlichen betrifft dies meist Infektionen aller Art, Neigung zu Katarrhen, Schwäche- und Kältegefühle, überempfindliche Magenverhältnisse und Stoffwechselstörungen. Die Stärken liegen in der Bescheidenheit von Ansprüchen, in der gemütlich-zwanglosen Verhaltensweise und in der Einfühlsamkeit zu anderen. Die Schwächen werden durch Anspornung und inneren Aufschwung, die zur tätigen Form treiben, zur Stärke.
Der Krebs betont die Wirkungsweise mehr mit Sorgsamkeit, Gutmüdigkeit und Einfühlungskraft! (Gefühlsstark und Erinnerungskraft)
Der Skorpion betont die Wirkungsweise mehr mit Kampfbereitschaft, Triebhaftigkeit und Hintergrunderforschung! (Herausforderungsstark und Zersetzungskraft)
Die Fische betonen die Wirkungsweise mehr mit Einfühlungsbereitschaft, Empfindsamkeit und Gutgläubigkeit! (Inspirationsstark und Glaubenskraft) © http://www.dav-astrologie.de DEUTSCHER ASTROLOGEN VERBAND e.V.
von Dane Rudyar/Alexander Ruperti
in Astrolog Nr.103 - S.25: "Wir müssen bedenken,daß alle astrologischen Symboile auf mindestens vier Ebenen interpretiert werden: physisch-biologisch sozialkulturell persönlich und transpersonal.... ...Die - nicht bloß intellektuelle - Einsicht, daß man nicht nur Teil eines Ganzen ist, sondern darüber hinaus ein Ausdruck für ein ganz spezielles Anliegen jenes Ganzen in der Gegenwart , dessen Erfüllung in den eigenen Möglichkeiten liegt; eine solche Einsicht vermag jedes Menschenleben zu verwandeln.-"
von Ptolemäus
in Astrolog Nr.38 - S.5: "Der Wissende kann viele Auswirkungen der Sterne abwenden, wenn er deren Natur kennt und sich vorbereitet, bevor ihre Wirkung aktiv wird."
Universalienstreit "Nominalismus ./. Realismus
von Wolf - Ulrich Klünker: Voraussetzung einer neuen Theologie
in:Rudolf Steiners "Philosophie der Freiheit" - Verlag Freies Geistesleben 1994 in der Edition Hardenberg
... S.266:..Handlungsziele des Menschen ergeben sich nicht aus göttlichen Geboten, sondern aus dem erlebenden Denken; dennoch sind diese Intuitionen nicht nur "subjektiv", sondern sie besitzen göttlich-geistige Wahrheit und Dignität... ...in seiner Denktätigkeit versetzt sich der Mensch in eine geistige Welt, die er auch geistig wahrnehmen kann...
S.268... ..Die Aufgabe des Menschen im Michael-Zeitalter besteht darin, in seiner Denktätigkeit eine geistige Anschauung hervorzubringen, die dem gereinigten geistigen Erleben entspricht... ...Der Natur- und auch der Geisteserkenntnis kann nur dann Wahrheitsgehalt zugeschrieben werden, wenn man das Denken nicht nominalistisch, sondern begriffsrealistisch versteht. Das Denken vermittelt ein Wissen von einer natürlichen oder geistigen Wirklichkeit, nicht nur von einem gedachten und somit subjektiven Begriff"...
Wissenschaft als Verständnis der Phänomene
von Prof.Dr.Vogel - Stiftung WALA
Prof.Dr.Vogel(WALA): Genau besehen,ist der Wissenschaftsanteil in den Naturwissenschaften der Versuch, das Gesetzmäßige, Unveränderliche an einem Naturgegenstand herauszuarbeiten und dies zu trennen von beiläufigen,akzessorischen Umständen,die das Gesetz einer Sache von außen modifizieren. Ohne das Denken bliebe die sinnlich wahrnehmbare Umwelt zufällig,beiläufig,chaotisch,undifferenziert, ja sinnlos. .... Nur mittels des Denkens und der Gedanken-Begriffsbildung bringen wir Ordnung in die Erscheinungswelt. Der Sinn der Phänomene erschließt sich nur dem Denken. Dieses wird jedoch als subjektiv bezeichnet, und zwar wiederum mittels dieses Denkens. Wenn wir uns dahingehe nd verständigen könnten, daß unter "Wissenschaft" die Erkenntnisse des Gesetzmäßigen verstanden wird, dann ist das Ziel der Wissenschaft bei dem wissenschaftlichen Gegenstand, sei er anorganisch, organisch, seelischer oder geistiger Natur, den jeweiligen Wissenschafts- anteil aus den Erscheinungen heraus zu entwickeln, der den Erscheinungen entspricht. Der Wissenschaftsanteil ist folglich das Prinzip,das Urphänomenale des jeweiligen Gegenstands, anorganisch, organisch, seelisch oder geistig. WENN ES SICH UM DEN MENSCHEN HANDELT, so ist es Aufgabe der Wissenschaft in dem genannten Sinne, die Phänomene aus sich selbst zu verstehen, d.h.zu unterscheiden, den anorganischen, biologisch-vegetativen, seelisch empfindeneden und geistig intentionalen Phänomenen gerecht zu werden.
Paracelsus: Wer nur Theorie ohne Praxis betreibt, ist wie ein Holzhacker bei Nacht, wie ein Kamel in der Finsternis oder wie ein Schwein im Rübenacker.
Varela: Das uralte Ideal der Objektivität und Kommunikation,verstanden als fortschreitende Ausschaltung des Irrtums zugunsten wachsender Übereinstimmu ng,(ist) gemessen an seinen eigenen wissenschaftlichen Maßstäben eine Schimäre.
Hans Peter Dürr/Walther Ch.Zimmerli(Hrsg): Geist und Natur -
über den Widerspruch zwischen naturwissenschaftlicher Erkenntnis und philosophischer Welterfahrung, Scherz Verlag 1989
S.193 ff:Agehananda Bharati: ... ...die emisch - etische Terminologie ..wurde von Anthropologen der Yale - University entwickelt.. ..als emisch - bedeutungsunterscheidend,distinktiv - bezeichnet man Strategien und Redeweisen, die den handelnden Personen innerhalb einer kulturellen Gemeinschaft sinnvoll erscheinen, jedoch nicht ohne weiteres außenstehenden Beobachtern.
Etische - nicht bedeutungsunterscheidende, nichtdistinktive - Strategien dagegen erscheinen außenstehenden Beobachtern sinnvoll, jedoch nicht ohne weiteres den von ihnen beobachteten handelnden Personen. Treffe ich also eine Feststellung wie etwa "Natur und Geist sind Manifestationen einer beiden Phänomenen zugrunde liegenden essentiellen Wahrheit", oder so ähnlich, so ist das z.B. im Indischen eine emische Aussage. Ihr etischer Gehalt, so es denn überhaupt einen gibt, muß an Behauptungen gemessen werden,die sich sehr von denen unterscheiden,zu denen indische Weise in der Vergangenheit gelangten und die in der traditionellen indischen Ausdrucksweise beibehalten wurden... S.194.. Wer emische Aussagen macht, hält diese für etisch wahr.
...S.195... Damit will ich sagen,daß emische "Wahrheit" therapeutisch wirkt,
ohne deswegen zwangsläufig etisch wahr zu sein...
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...S.200.. In der Samkhya - Tradition heißt alles,auf das in irgendeiner Weise eingewirkt werden kann, prakrti, was dem abendländischen Begriff "natura" am nächsten kommt, obwohl prakrti sowohl die natura naturans wie die natura naturata umfassen würde. Entscheidend dabei ist, zu bedenken, daß die handelnde Person ein Teil von prakrti ist, und nicht etwas, was ihm in einer Art kartesianischer Dichotomie gegenübersteht..."
Geist und Natur aaO:
Raimundo Panikkar: Mythos und Logos - Mythologische und rationale Weltsichten..
..S.209: ..Die moderne Naturwissenschaft ist weder neutral noch universal; sie ist kulturgebunden..
..Das Denken ist der Entdecker des Seins im Seienden.Die Fähigkeit des Denkens erscheint als ratio.. .. Das Hauptanliegen der westlichen Kultur besteht darin, zu erfahren, wie das Denken das Sein erschließt...(Onto-)Logik ist die Hauptkategorie... ..S.210.. Die Rationalität(ich betone:naturwissenschaftlicher und nichtnaturwissenschaftlicher Art) bietet keinen universalen , gemeinsamen und daher allgemeingültigen Standpunkt in der Begegnung von Weltanschauungen und Philosophien. Das principium rationis ist kein universales Prinzip - solange man Prinzip nicht als den rationalen Grund tautologisch postuliert -, weil die Voraussetzung, daß das Denken ein ebenbürtiger Partner des Seins ist, nicht allgemeingültig ist. Es ist methodologisch falsch, eine Kultur mit den Mitteln einer fremden Kultur verstehen zu wollen... ..S.211 Eine echte und fruchtbare Begegnung..kann mit dem Mittel des Logos allein nicht stattfinden.Sie muß auch den Mythos miteinbeziehen..."
Geist und Natur aaO
Seyyed Hossein Nasr: Mystik und Rationalität im Islam ... S.237 ..Mystik ist erkenntnisoffen, sie ist also nicht wissenfeindlich und auch nicht gegen Naturerkenntnis gerichtet... ..die Historiographie hat bestätigt, daß die große Mehrzahl der muslimischen Wissenschaftler,also die Leute, die die Algebra und die sphärische Trigonometrie geschaffen, die die hippokratische Medizin und die Medizin des griechisch- römischen Arztes Galenus aus dem 2.Jahrhundert miteinander verbunden haben, daß also die Mehrheit dieser islamischen Wissenschaftler entweder selbst Sufis oder an der Sufi - Tradition interessiert waren."..
Rudolf Steiner Gesamtausgabe Nr.110:"Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt-Tierkreis, Planeten,Kosmos" S.22ff: ...die Aura des Jupiters,eine Summe von geistigen Wesenheiten, für die der physische Jupiter nur der Ausdruck ist... S.24...Nein, nicht einmal die alten Griechen haben, wenn sie von dem Merkur gesprochen haben, diesen physischen Körper gemeint, sondern die Gesamtheit der geistigen Wesenheiten dieses Körpers. S.26...Die Rishis haben gesprochen von den geistigen Hierarchien, sodaß sie in ihren Worten ausgedrückt haben, was auch griechische und römische Weisheit noch ausgedrückt hat, wenn sie gesprochen hat von der vor ihr aufsteigenden Welt des Mondes,des Merkur,des Mars,der Venus, des Jupiter ,des Saturn. Dionysius,der Areopagite,der Schüler des Apostels Paulus, hat ganz dieselben Welten im Auge wie die Rishis; nur betonte er scharf, daß man es mit Geistigem zu tun hat,und er nahm Worte, von denen er sicher war, daß sie geistig genommen wurden; er sprach von Engeln,Erzengeln,Urkräften,Gewalten,,Mächten,Herrschaften,Thronen,Cherubim,Seraphim. "
Steiner ordnet (S.26) dann wie folgt zu: "Mond = Engel Merkur = Erzengel Venus = Archai Sonne = Gewalten (=Exusiai) Mars = Mächte (=Dynamis) Jupiter = Herrschaften (=Kyriotetes) Saturn = Throne."
Auf S.71 wird der Tierkreis zwölf Cherubim zugeordnet.
S.76.."..Was man heute so materiell den Tierkreis nennt, ist zurückzuführen auf den Reigen der Cherubim, die vom Weltenumkreis herunterwirkten auf die alte Sonne, die ihre Kraft als Leuchtekraft in dieses Universum hinausstrahlten."...
Dr. Peter Niehenke in seinem Reclam Heft:- S.218 "Pointiert ausgedrückt sagt das prognostische Horoskop nicht, was geschehen wird,sondern was geschehen soll."
"Was Philosophie sei und was sie wert sei, ist umstritten. Man erwartet von ihr außerordentliche Aufschlüsse oder läßt sie als gegenstandsloses Denken gleichgültig beiseite. Man sieht sie mit Scheu als das bedeutende Bemühen ungewöhnlicher Menschen oder verachtet sie als überflüssiges Grübeln von Träumen. Man hält sie für eine Sache, die jedermann angeht und daher im Grunde einfach und verstehbar sein müsse, oder man hält sie für so schwierig, daß es hoffnungslos sei, sich mit ihr zu beschäftigen. Was unter dem Namen der Philosophie auftritt, liefert in der Tat Beispiele für so entgegengesetzte Beurteilungen. Für einen wissenschaftsgläubigen Menschen ist das Schlimmste, daß die Philosophie gar keine allgemeingültigen Ergebnisse hat, etwas, das man wissen und damit besitzen kann. Während die Wissenschaften auf ihren Gebieten zwingend gewisse und allgemein anerkannte Erkenntnisse gewonnen haben, hat die Philosophie dies trotz der Bemühungen der Jahrtausende nicht erreicht. Es ist nicht zu leugnen: in der Philosophie gibt es keine Einmütigkeit des endgültig Erkannten. Was aus zwingenden Gründen von jedermann anerkannt wird, das ist damit eine wissenschaftliche Erkenntnis geworden, ist nicht mehr Philosophie sondern bezieht sich auf ein besonderes Gebiet des Erkennbaren. Das philosophische Denken hat auch nicht, wie die Wissenschaften, den Charakter eines Fortschrittsprozesses. Wir sind gewiß weiter als Hippokrates, der griechische Arzt. Wir dürfen kaum sagen, daß wir weiter seien als Platon. Nur im Material wissenschaftlicher Erkenntnisse, die er benutzt, sind wir weiter. Im Philosophieren selbst sind wir vielleicht noch kaum wieder bei ihm angelangt. Die Art der in der Philosophie zu gewinnenden Gewißheit ist nicht die wissenschaftliche, nämlich die gleiche für jeden Verstand, sondern eine Vergewisserung, bei deren Gelingen das ganze Wesen des Menschen mitspricht" und ihn "tiefer ergreift als jede wissenschaftliche Erkenntnis."
Aus K. Jaspers: "Einführung in die Philosophie", 1950; zit. nach "Philosophisches Wörterbuch", Alfred Kröner Verlag, 1960, Stw. "Philosophie"
aus "Lebenshilfe Astrologie" von Fritz Riemann, Seite 23
"Wir treffen in der Auslegung immer auf die Grenzen unserer Persönlichkeit."
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